Dangenstorf

Dangenstorf ist ein kleines beschauliches Dorf mit ca. 70 Häusern; anders als die im Wendland typischen Rundlingsdörfer ist Dangenstorf ein Straßendorf. Die Höfe der alten sog. Bauernreihe liegen an der Dorfstraße, die von zwei breiten Grünstreifen mit mehreren alten Baumreihen gesäumt wird. Sie bilden ein denkmalgeschütztes Ensemble, zu dem auch die Pension Weidenbaum & Wildhecke gehört. Hinter den Höfen führen zu beiden Seiten der Dorfstraße kleine Wirtschaftswege, die sehr gut mit dem Fahrrad zu befahren sind und von denen man zu den Nachbardörfern gelangen kann.

Dangenstorf liegt im Süden des Kreises Lüchow-Dannenberg, in der Nähe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Daher ist es zu den beiden Kreisstädten Lüchow (im Wendland) und Salzwedel (in der Altmark) nicht weit – beide Orte sind innerhalb von 10 Minuten mit dem Auto erreichbar, bzw. mit dem Fahrrad in einer halben Stunde. In Salzwedel gibt es einen Bahnanschluss. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist der Edeka-Markt in Schweskau (Entfernung: 5 km), weitere gibt es dann in Lüchow und Salzwedel.

Auf Grund seiner Lage eignet sich Dangenstorf gut als Ausgangspunkt für Touren ins Wendland, in die Elbtalauen, in die Nemitzer Heide, an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze und an den Arendsee.

Dangenstorf liegt sowohl an der Deutschen Fachwerkstraße als auch an der Deutschen Storchenstraße. Es gibt ein Storchennest in Dangenstorf, das seit einigen Jahren regelmäßig von den Störchen aufgesucht wird.

Schräg gegenüber der Pension auf der anderen Straßenseite befindet sich der Landgasthof Rieger, in dem man gemütlich sitzen und gut essen kann. Weitere kulinarische Tipps des Wendlands sind die Trebeler Bauernstuben (in Trebel) und das Alte Haus in Jameln.

Ein kleiner geschichtlicher Rückblick:

Dangenstorf wird erstmalig in den Lüneburger Lehensregister von 1330 unter den Namen Dangmersdorpe genannt, was so viel bedeutet, wie das Dorf von Dangmer (ein Personenname). Um 1450 war Dangenstorf relativ groß und besaß 14 1/2 Hufner, d.h. Bauern, die jeweils 1 Hufe (bzw. eine halbe Hufe) zu bewirtschaften hatten (1 Hufe lag in der Größenordnung zwischen 30 und 60 Morgen; 1 Morgen = 1/4 ha). Es ist umstritten, ob Dangenstorf wie fast alle Dörfer im Wendland als Rundling startete oder von Anbeginn an als Straßendorf angelegt war. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedenfalls ein Reihendorf.

In den Jahren 1869 und 1874 hat es mehrfach in dem Dorf gebrannt; der Wiederaufbau erfolgte im jenerzeit modernen Vierständerbau – auch das Bauernhaus, in dem sich nun die Pension Weidenbaum & Wildhecke befindet, stammt aus dieser Zeit.

Bis 1972 war Dangenstorf eine selbstständige Gemeinde, seitdem gehört es (wie auch das Nachbardorf Rebenstorf) zu Lübbow.

Eine Chronik von Dangenstorf ist von Inge Schulz in den letzten Jahren erstellt worden und kann in meinem Haus eingesehen werden.

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